Konzeption

Konzeption
 
Über uns
>Die Nachtigall< ist eine eingruppige, familiäre Einrichtung, die als erste private Kindergarteninitiative 1972 in Bad Honnef gegründet wurde. Bei uns werden bis zu 22 Kinder von 2 Erzieherinnen, einer Kinderpflegerin, sowie einem/einer weiteren Praktikanten/Praktikantin begleitet.
Als Elterninitiative setzen wir auf die Mitarbeit aller Eltern, die durch ihr Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen ein Funktionieren des Kindergartenbetriebs in den Bereichen außerhalb der Erziehungsarbeit ermöglichen (Gartenarbeit, Begleitung bei Ausflügen, Pressearbeit, etc.).
Da wir Alleinnutzer des Hauses sind, stehen den Kindern diverse Räume/Bereiche zur Auswahl und Verfügung:

  • – großer Gruppenraum
  • – Bastelraum
  • – Galerie
  • – Bewegungsraum/Schlafraum
  • – Bauecke
  • – Kinderküche
  • – Grosses Außengelände

Seit 1992 ergänzen wir unser Erziehungskonzept mit einer erfahrenen Fachkraft durch die Prinzipien und Materialien der Montessori-Pädagogik. Darüber hinaus steht uns zweimal monatlich eine Turnhalle in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Das Frühstück besteht größtenteils aus Biolebensmitteln; zum Mittagessen bieten wir den Kindern vegetarische Vollwertkost aus einem zertifizierten Ökobetrieb aus Rheinbreitbach an.
Wir werden von der AOK Krankenkasse seit 3 Jahren mit dem Kindergartenprojekt „ Tigerkids“ unterstützt. Hier lernen die Kinder den bewussten Umgang mit Ernährung und Bewegung.
Unsere Öffnungszeiten: Montags – Freitags 08:00 – 15:00 Uhr.
 

  1. Wichtige Säulen unseres Kindergartenalltags

 

  1. Freispiel

 
Möglichkeiten zur freien Auswahl des Spiels und des Spielpartners
 

  • Um eigene Fantasien, Vorstellungen und Ideen zu verwirklichen
  • –Um eigenes Spiel und Arbeitstempo innerhalb einer vereinbarten Ordnung zu wählen
  • –Zur Auswahl angemessener Tätigkeiten, die das Kind werder unter-  noch überfordert
  • –Zur Umsetzung von Erlebnissen und Erfahrungen
  • –Zur Konfliktlösung und zur Entfaltung eines guten Selbstwertgefühles
  • –Zur Entwicklung von Freundschaften

 
1.2.   Geführtes Freispielangebot innerhalb des Freispiels
 

  • –Einführung neuer Spiel- und Arbeitsformen (Montessorimaterial, Bastel- und Maltechniken,  hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Tischspiele, Bilderbücher etc.)
  • –Hilfestellung der Erzieherinnen durch Vorstellung eigener Spielideen und Anregungen zum Zusammenspiel mit anderen Kindern
  • –Umgang mit dem Einhalten der Spielregeln erlernen und das „Verlieren“ können

 
1.3.   Freies Frühstück
 

  • –freie Wahl der Zeit und des Tischpartners
  • –gegen einen entsprechenden Unkostenbeitrag wird eine Auswahl an gesunden Bio-Lebensmitteln bereitgestellt. Die Kinder werden angeleitet, ihre Mahlzeiten selbst zusammenzustellen, sowie sich     gegenseitig Hilfen anzubieten und zu leisten.
  • –den ganzen Tag steht ein Obst- und Gemüseteller, der ständig nachgefüllt wird, den Kindern zur Verfügung.

 
1.4    Aufenthalt im Freien bei jedem Wetter
Die im Kindergarten aufbewahrte Regenkleidung erlaubt die Nutzung des Außengeländes bei jedem Wetter. Die Gestaltung des großen Gartens übernehmen die Eltern und Erzieherinnen. So sind in den letzten Jahren ein Barfußpfad und ein Weidenschiff entstanden. Der Sandkasten wurde neu gestaltet, eine Sitzschlange, ein Minihochseilgarten, eine Schwengelpumpe sowie Hochbeete für Kräuter, Obst, Gemüse und Blumen sind ein Ergebnis dieser Arbeit.
So bietet das Außengelände vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten: Klettern, Sandburgen bauen, toben, mit Lehm und Wasser matschen und bauen, sich ins Weidenschiff zum quatschen zurückziehen, die Natur beobachten, pflanzen und ernten, Seilchen springen, balancieren, Blumen pflücken, Schaukeln in der Hängematte und noch vieles mehr.
Einmal im Monat gestalten wir einen Naturtag. An diesem Tag steht der spielzeugfreie Vormittag im Vordergrund. Das Ziel der Exkursion wird von den Erzieherinnen, abhängig vom Thema, ausgewählt.
 

  1. Gruppenbeschäftigung

 
Arbeit in der Gesamtgruppe, sowie Teilgruppen mit Beschäftigungen über einen längeren Zeitraum (ca. 3-4 Wochen) zu einem Thema, z. Bsp.: Naturthemen, Feste im Jahreskreis, Berufsbilder und andere Sachthemen, an Hand von:
 

  • – Experimenten
  • – Bewegung und gesunde Ernährung (AOK Projekt „Tigerkids“)
  • – Gesprächen
  • – Liedern
  • – Exkursionen
  • – Bastelarbeiten
  • – Rhythmik- und Tanzspielen
  • – Geschichten und Bilderbüchern

 
Hier können die Kinder lernen:
 

  • – ihre Zusammenarbeit zu verabreden
  • – eigenen Ideen einzubringen
  • – sich im Gespräch zu artikulieren
  • – andere aussprechen lassen
  • – Rücksicht auf andere zu nehmen
  • – sich zu konzentrieren und in Geduld zu üben
  • – anderen zu helfen
  • – Verantwortung zu übernehmen

 

  1. Mittagessen

Gegen einen entsprechenden Unkostenbeitrag nehmen die Kinder ein warmes, gesundes, vollwert-vegetarisches Mittagessen aus einem zertifizierten Betrieb vor Ort ein. Das Mittagessen muss ca. eine Woche im Voraus im Kindergarten angemeldet werden.
 

  1. Nachmittagsprogramm

Kinder, die Schlafbedarf haben, unabhängig vom Alter, können nach dem Mittagessen in einem abgedunkelten, ruhigen Raum schlafen oder ruhen. Für andere Kinder stehen das freie Spiel, kleine Spaziergänge oder Kleinangebote und die Einzelförderung im Vordergrund.
 

  1. Pädagogik

 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit
 

  • – Erziehung zur Selbstständigkeit

Die Kinder müssen lernen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und situationsgerecht und verantwortungsbewusst handeln. Um diese Bedürfnisse zu ergründen, bedarf es umfangreicher Beobachtungen und eines Netzes der Kommunikation zwischen Kind, Eltern und den Kollegen im Kindergarten.
 

  • – Sozialerziehung

Die Kinder sollen lernen, miteinander zu lernen, zu leben und dabei Verantwortung für sich und andere zu tragen.
 

  • – Bewegungserziehung

Die Kinder lernen so den eigenen Körper zu beherrschen und erweitern ihre grob- und feinmotorischen Fähigkeiten.
 

  • – Förderung der Kreativität

Malen, basteln, werken und den spielerischen kreativen Umgang mit verschiedenen Werkmaterialien.

  • – Umwelterziehung

Die Kinder lernen die Zusammenhänge in der Natur und des Lebens kennen, sowie Verantwortung dafür zu übernehmen.

  • – Gesundheitserziehung

Die Kinder erlernen die Fürsorge für den eigenen Körper.
Regelmäßig wir ein ausgewähltes Thema in Form eines 3-4 wöchigen Projekts von den Kindern zusammen mit den Erzieherinnen erarbeitet,
z. Bsp. „gesund und trotzdem Lecker“, „Unser Körper“, „Piraten“, „Indianer“ etc.
 
2.2 der Montessori-Ansatz
Seit 1992 arbeiten wir mit einer ausgebildeten Fachkraft ergänzend nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik und haben unser Angebot an Montessori-Materialien stetig erweitert. Dieses pädagogische Konzept definiert die Entwicklung von Kindern als eine folge von „sensiblen Perioden“. In diesen zeitlich begrenzten Zeitabschnitten sind die Kinder besonders empfänglich und bereit für die Entfaltung bestimmter geistiger und motorischer Fähigkeiten. Eine ruhige, entspannte und konzentrierte Atmosphäre bildet zudem eine sinnvolle Ergänzung zum ausgelassenen Spiel der Kinder.
Um die zentralen Gedanken der Montessoripädagogik umzusetzen:
 

  • –bereiten und gestalten wir die Umbebung der Kinder
  • –versuchen wir durch Beobachtung die „sensiblen Phasen“ der Kinder zu erkennen–
  • ermöglichen wir die freie Wahl der Arbeit
  • – stellen ein ausgewogenes Materialangebot zur Verfügung

Unser vorhandenes Material umfasst:

  • – Sinnesmaterial
  • – Material für die Übungen des täglichen und sozialen Lebens
  • – Sprachmaterialien (Lesen und Schreiben)
  • – Mathematikmaterial (Mengenerfassung und Dezimalsystem)
  • – Übungen der Stille
  • – Materialien zur kosmischen Erziehung (Biologie, Erdkunde, Geologie)

Unsere Schwerpunkte in der Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten und der Vorschularbeit zielen darauf ab, dass die Kinder hier die bestmöglichen Vorraussetzungen finden, um:

  • – sich zu einem verantwortungsbewussten, kompromissbereiten und selbstständigen Kind zu entwickeln.
  • – sich den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend zu betätigen.
  • – sich geborgen und angenommen zu fühlen.
  • – sich selbst zu bejahen.
  • – Initiative und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und eigene Grenzen zu erkennen.
  • – Bedürfnisse, Gefühle und Schwierigkeiten auszudrücken.
  • – Freundschaften schließen.
  • – Konflikte mit Kindern und Erwachsenen auszutragen.
  • – Mit Spaß und Ausdauer spielen und lernen
  • – die eigenen Umwelt erforschen und sich mit ihr auseinander zu setzen.